Ursprung

Ursprung

 

Der Tibet-Spaniel stammt aus Tibet. Es ist nur wenig über das erste Auftreten der bezaubernden kleinen Hunde bekannt. In Tibet heißt er Jemtse Apso, übersetzt “ geschorener Apso “.

Wie über Tibet lange Hypothesen aufgestellt wurden, so liegt die Entstehung des Tibet-Spaniels auch im Dunkeln. Die eine Theorie besagt, daß der Tibet-Spaniel ein Kreuszungsprodukt von Pekingese und Lhasa-Apso sein, andere sind der Auffassung das eine enge Verwandschaft zum Bhutan-Spaniel besteht. Bei Ausgrabungen in Zentralasien fand man Schädelknochen von Hunden, die darauf hindeuten, daß ein primitiver Hund vom Typ des Tibet-Spaniel bereits 150 bis 950 v. Chr. existiert hat. Wie dem auch sei, eines steht fest: der Tibet-Spaniel gehört mit zu den ältesten Hunderassen. Erstmalig erwähnt in der Zeit von 225 bis 206 v.Chr. ( in der Chin-Dynastie )

Der Tibet-Spaniel wurde in Tibet als Schoßhund gehalten ( hauptsächlich von den Lamas, die herausfanden, daß sie eine behafliche Wärme produzierten, wenn sie von ihnen während der lange, einsamen Meditationsstunden auf den Schloß gelegt wurden ). Und er galt als Glücksbringer.

Die kleinsten und zierlichsten Hunde wurden als Geschenk in die Klöster der Mönchen überbracht. Aufgrund seines intelligenten und lebhaften Wesens konnten die Mönche den Tibet-Spaniel die Trommeln der Gebestmühlen antreiben lassen. Daher auch der Name “ Bethund “.

Da man sie als Glücksbringer und Maskottchen ansah, standen sie aus diesem Grunde hoch im Kurs. Im 13. Jahrhundert wurde Tibet von den Mongolen Kublai--Khan überfallen und erobert. Kublai-Khan wurde nach seinen Eroberungszügen ein frommer Buddhist und bevorzugte die lamaistische Form wie sie in Tibet praktiziert wurde. So gelangten einige Exemplare als Geschenke von tibetischen Mönchen an den Kaiserhof von Peking. Marco Polo, der längere Zeit bei dem Khan verbrachte, lernte sie dort kennen und verglich diese goldhaarigen Hunde mit den Löwen der kaiserlichen Menagerie.

Der Löwe war von besonderer Bedeutung für die buddhistische Religion und wurde in einer sinnbildlichen Form gebraucht. Der Löwe symbolisierte die Macht des friedlichen Gottes Buddha über Angriffslust und Gewalttätigkeit des Löwen. Buddha hatte nämlich Löwen gezähmt, der ihm auf den Fersen folgte wie ein treuer Hund. Es war daher nicht abwegig, die kleinen Hunde, die hinter den Lamas hertrabten, mit dem symbolischen Löwen des Buddhas zu identifizieren und es wurde Brauch, diese kleinen “ Löwen “ an verehrte Gäste und von Kloster zu Kloster zu verschenken.

Der Lieblingshund seiner Heiligkeit des Dalai-Lama soll der Tibet-Spaniel sein und seine Heiligkeit soll nie auf Reisen gehen ohne einen Tibet-Spaniel dabei zu haben. ( Diese These wurde mir vor Jahren aus der Weltausstellung in der Schweiz und zwar in Bern bestätigt: Ich hatte per Zufall mein Auto in der nähe eines tibetischen Zentrums geparkt. Dort lernte ich einen Lama kennen der in Begleitung einer Schweizerin war. Dies Dame übersetzte meine Fragen an den Lama und dieser bestätige mir das seine Heiligkeit der Dalai Lama einen kleinen Tibet-Spaniel immer mit auf Reisen nimmt.)

Die Tibet-Spaniel wurden hauptsächlich in den Dörfern gezüchtet und variierten beträchtlich in Größe und Gewicht, letzteres reichte von 2 bis 8 kg. Da Tibet sehr isoliert war, kamen auch keine äußere Einflüsse in die Zucht. So konnten nur zähe, gesunde und vitale Tiere überleben. Die kleinsten Hunde wurden als die wertvollsten betrachtet und wie schon vorhint beschrieben, als besonder Geschenke den Klöstern gegeben. Die in den Klöstern gezüchteten Spaniel waren daher gwöhnlich kleiner und feiner und hatten, obgleich des Einflusses der Tribut-Hunde aus China im Typ variieren, mehr Qualität und Eleganz, als die gewöhnlichen, dorfgezüchteten Hunde.

Die Tatsache, daß sie umhegte Haushunde waren, die die gleiche Stellung, wie unsere Schoßhunde heute einnehmen, ist nicht nur auf ihr weiches, seidiges Fell zurückzuführen, sondern auch auf ihren hohen Intelligenzgrad und ihr gutes Wahrnehmungsvermögen. Sie sind auch sehr abgehärtet, da sie in einem Klima der extremen Winterkälte und der kurzen, heißen Sommer zu leben hatten. Auch mußten sie als Schoßhunde zäh sein. diese Zähigkeit, die in den hunderten von Jahren durch die Kräftigsten, die überlebten weiter hineingezüchtet wurden, ist heute in dieser Rasse immer noch vorhanden.

 

Home   Forum       Copyright   Kalender und Bücher   Welpenvermittlung   Termine und Aktuelles